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Blutiger Boden. Tatorte des NSU. Erinnerungsraum

In Verbindung mit der Fotoausstellung »Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU« von Regina Schmeken, die sich mit den Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) auseinandersetzt, hat das Altonaer Museum einen zusätzlichen „Erinnerungsraum“ geschaffen. Süleyman Taşköprü wurde am 27. Juni 2001 in seinem Lebensmittelladen in der Schützenstraße in Altona von Mitgliedern des NSU ermordet. Gemeinsam mit dem Kuratorinnenteam des Museums und der Familie von Süleyman Taşköprü haben wir diesen Erinnerungsraum konzipiert und gestaltet.

Der Erinnerungsraum ist in zwei inhaltliche Bereiche unterteilt, die sich visuell unterscheiden. Der erste im warmen, ruhigen grau gehaltenem Bereich stellt die Biografien der Opfer des NSU ins Zentrum. In diesem kommen Angehörige, Überlebende und Personen, die sich gegen rechtsextremen Terrorismus engagieren zu Wort. Im zweiten, in hellem gelb gehaltenem, Teil steht eine partizipative Installation im Fokus. Diese lädt dazu ein, über das Erinnern nachzudenken: Wer erinnert, an wen wird erinnert – und wer wird übersehen?

In Erinnerung an: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.

In Zusammenarbeit mit Káschem Büro (Insa Kühlcke-Schmoldt)
Kund*in: Stiftung Historische Museen Hamburg / Altonaer Museum
Ort: Altonaer Museum, Hamburg
Link: www.shmh.de/Ausstellungen
Laufzeit: 15.10.2025 – 07.07.2026
Kuration: Nicole Mattern, Lisa Miller
Beratung, Mitarbeit & Bildungsprogramm: Okan Taşköprü, Osman Taşköprü, Dan Thy Nguyen, Tanja Aminata Bah, Tugce Killictas, Narin Bozkurt, Özlem Nas, Lauryn Abubakari, Ruth Zimmer, Ibrahim Arslan
Illustrationen: Veronika Dimke und Riccardo Sammarco
Produktion: Risofort, Altonaer Werbewerkstatt, Schreiner & Fertig
Fotos (c): Joseph Heicks

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flex – Beckmann und Nikoleit GbR
Hamburg